Zahl des Monats  02567024 + F5 / F6  März 2020 

Prag­ma­tis­mus in Zei­ten von Coro­na: Um Pati­en­ten und Apo­the­ker vor Anste­ckung zu schüt­zen, haben diver­se Kran­ken­kas­sen die Abga­be­re­geln für Apo­the­ken bei ihren Rabatt­ver­trä­gen gelockert. 

  • Den Anstoß gaben die AOK Rhein­land und Ham­burg, die mit den Apo­the­ker­ver­bän­den Nord­rhein und Ham­burg ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­run­gen tra­fen. Nur einen Tag spä­ter zogen die Ersatz­kas­sen – also TK, BAR­MER, DAK-Gesund­heit, KKH, hkk und HEK – nach und locker­ten eben­falls ihre Regelungen.
  • Die­se Maß­nah­me ist ein Schritt, der der all­ge­mei­nen Devi­se „social distancing“ folgt. Denn: Jeder erneu­te Gang in die Apo­the­ke birgt neu­es Anste­ckungs­po­ten­ti­al – für Pati­en­ten und Apotheken.
  • Sie ist ein Zei­chen dafür, dass das All­ge­mein­wohl der­zeit über Ein­zel­in­ter­es­sen steht und beweist, dass selbst zemen­tier­te Sys­te­me in der Kri­se fle­xi­bel ange­passt wer­den können.

Damit wir die Ver­sor­gung der Pati­en­ten auch in die­ser Kri­sen­zeit sicher­stel­len kön­nen, ist es uner­läss­lich, die Infra­struk­tur des Gesund­heits­sys­tems auf die aktu­el­le Aus­nah­me­si­tua­ti­on anzu­pas­sen. Dazu gehört auch, den Apo­the­kern ihre Arbeit mit unkom­pli­zier­ten Lösun­gen zu erleich­tern. Wie das kon­kret gehen kann, hat die AOK Rheinland/Hamburg und Apo­the­ker­ver­band Nord­rhein und Ham­burg offen­bart. Dass Prag­ma­tis­mus anste­ckend ist, zeigt die Reak­ti­on der Ersatz­kas­sen. Zur Nach­ah­mung durch wei­te­re Kas­sen empfohlen.

https://stage.progenerika.de/app/uploads/2020/09/Zahl-des-Monats-Maerz.pdf