Zahl des Monats  Mai 2016 

Gene­rikaun­ter­neh­men sichern die Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung in Deutsch­land – Gemes­sen an der Ver­sor­gungs­re­le­vanz sind unter den füh­ren­den zehn Unter­neh­men allein neun Generikahersteller.

  • Die füh­ren­den zehn Unter­neh­men ste­hen für mehr als die Hälf­te aller zu Las­ten der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen abge­ge­be­nen Arzneimittel.
  • Gemes­sen an der Arz­nei­mit­tel­men­ge, die Unter­neh­men für die Ver­sor­gung zur Ver­fü­gung stel­len, sind neun der TOP 10 Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler Generikaunternehmen.
  •  Ins­ge­samt sichern Gene­rikaun­ter­neh­men mit einem Anteil von ins­ge­samt 77 % die Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung in Deutschland.

Bis­he­ri­ge Ran­kings von Phar­ma­un­ter­neh­men fokus­sie­ren im Regel­fall auf den Unter­neh­mens­um­satz – je höher der Umsatz, umso wei­ter oben erscheint das Unter­neh­men dann in den Listen.

Für die Ver­sor­gungs­re­le­vanz ist jedoch ein Per­spek­ti­ven­wech­sel rat­sam. So zeigt eine aktu­el­le Ana­ly­se von INSIGHT Health, dass im Jahr 2015 Gene­rikaun­ter­neh­men die ers­ten neun Plät­ze unter den TOP 10 Arz­nei­mit­tel­her­stel­lern mit der stärks­ten Ver­sor­gungs­re­le­vanz bele­gen. Die zehn füh­ren­den Her­stel­ler ver­ein­ten dabei mit ca. 24 Mil­li­ar­den mehr als die Hälf­te aller im Jahr 2015 abge­ge­be­nen Tages­the­ra­pie­do­sen auf sich.

Alle die­se Unter­neh­men haben ein brei­tes Port­fo­lio von Arz­nei­mit­teln mit unter­schied­lichs­ten Packungs­grö­ßen, Wirk­stär­ken  und Dar­rei­chungs­for­men. Dies schafft die Basis, damit Ärz­ten, Apo­the­kern und Pati­en­ten im The­ra­pie­all­tag eine brei­te Aus­wahl an Medi­ka­men­ten zur Ver­fü­gung steht. Die Sor­ti­ments­brei­te ermög­licht und sichert die The­ra­pie­viel­falt in der Arzneimittelbehandlung.

Aller­dings zeigt sich der Trend, dass Her­stel­ler auf­grund des stei­gen­den Kos­ten­drucks ihr Port­fo­lio ver­rin­gern und an das Aus­schrei­bungs­ver­hal­ten der Kran­ken­kas­sen anpas­sen müs­sen. In der Kon­se­quenz ver­rin­gert sich bei­spiel­wei­se die Zahl der am Markt ver­füg­ba­ren Wirk­stof­fe, Wirk­stoff­men­gen oder Dar­rei­chungs­for­men. Die The­ra­pie­viel­falt nimmt ab. Aber auch die Zahl der Gene­rikaun­ter­neh­men, die sich mit ihren Arz­nei­mit­teln an der Ver­sor­gung betei­li­gen, ist seit eini­gen Jah­ren rückläufig.

Eine siche­re und nach­hal­ti­ge Gene­ri­ka­ver­sor­gung mit einem hohen Maß an The­ra­pie­viel­falt liegt aber im Inter­es­se aller Betei­lig­ten. Das Abschlie­ßen von Rabatt­ver­trä­gen mit mehr als einem Her­stel­ler pro Wirk­stoff, wäre ein ers­ter wich­ti­ger Schritt in die­se Richtung.

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