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EuGH zur Arz­nei­mit­tel-Preis­bin­dung für aus­län­di­sche Versandapotheken

Zum ges­tern ver­kün­de­ten Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs zur Preis­bin­dung für aus­län­di­sche Ver­sand­apo­the­ken bei ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln erklärt Wolf­gang Späth, Vor­stands­vor­sit­zen­der von Pro Generika:

„In der letz­ten Zeit hat der Gesetz­ge­ber ver­schie­de­ne Initia­ti­ven zur Ver­bes­se­rung der Ver­sor­gungs­qua­li­tät mit Arz­nei­mit­teln, ins­be­son­de­re der Bera­tungs­qua­li­tät für Pati­en­ten, auf den Weg gebracht. Der Medi­ka­ti­ons­plan ist hier­für nur ein Beispiel.

Der Euro­päi­sche Gerichts­hof hat ges­tern ein Urteil ver­kün­det, das die­ser Ziel­set­zung dia­me­tral ent­ge­gen­steht. Das Urteil gefähr­det die Apo­the­ke vor Ort in ihrer wirt­schaft­li­chen Exis­tenz und damit die Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung in Deutschland.

Die per­sön­li­che Bera­tung in der wohn­ort­na­hen Apo­the­ke und die Not­fall­ver­sor­gung in der Flä­che für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten steht auf dem Spiel. Wer glaubt, hier kurz­fris­tig über einen Wett­be­werb mit Rabat­ten Vor­tei­le für Pati­en­ten zu gene­rie­ren, läßt die nega­ti­ven mit­tel- und lang­fris­ti­gen Fol­gen außer Acht.

Jetzt gilt es, Lösungs­an­sät­ze zu fin­den, die die Ver­sor­gungs­qua­li­tät in der Brei­te erhal­ten und die Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung auf hohem Niveau sicher­stel­len. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ist gefor­dert, rasch und unver­züg­lich zu han­deln. Dabei soll­te er sich vor allem vom Ziel der siche­ren Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung lei­ten lassen.“

https://stage.progenerika.de/app/uploads/2020/09/PM-vom-20.10.2016.pdf