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“Blaue Hand”

Heu­te wird kein Medi­ka­ment mehr ohne zuge­hö­ri­gen Risi­ko­ma­nage­ment-Plan zuge­las­sen. Teil eines sol­chen Plans ist oft, medi­zi­ni­sche Fach­kräf­te oder Pati­en­ten mit Schu­lungs­ma­te­ri­al zum Umgang mit dem betref­fen­den Medi­ka­ment zu ver­sor­gen. Sol­ches behörd­lich geneh­mig­tes Schu­lungs­ma­te­ri­al wird ab 1. Dezem­ber in Deutsch­land ein beson­de­res Kenn­zei­chen tra­gen: die „Blaue Hand“. Dar­auf haben sich die Arz­nei­mit­tel­be­hör­den Bun­des­in­sti­tut für Arz­nei­mit­tel und Medi­zin­pro­duk­te (BfArM) und Paul-Ehr­lich-Insti­tut (PEI) sowie die deut­schen Phar­ma­ver­bän­de BPI, vfa, BAH und Pro Gene­ri­ka ver­stän­digt. Die Kenn­zeich­nung soll es den Emp­fän­gern erleich­tern, die­se wich­ti­gen Unter­la­gen in ihrem täg­li­chen Post­ein­gang zu erkennen.

Das Logo „Blaue Hand“ wird sowohl den äuße­ren Umschlag als auch das Schu­lungs­ma­te­ri­al selbst kenn­zeich­nen. Auch für ent­spre­chen­de Infor­ma­tio­nen in ande­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­len soll es genutzt wer­den. Bereits geneh­mig­te älte­re Schu­lungs­ma­te­ria­li­en sol­len bei der nächs­ten Aktua­li­sie­rung eben­falls mit dem „Blaue Hand“-Logo ver­se­hen werden.

Die so gekenn­zeich­ne­ten Schu­lungs­ma­te­ria­li­en ent­hal­ten über die Packungs­bei­la­ge und die Fach­in­for­ma­ti­on hin­aus­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen zur Anwen­dung eines Arz­nei­mit­tels mit dem Ziel der Risi­ko­mi­ni­mie­rung; teil­wei­se die­nen sie auch dazu, Anwen­der in die Ver­lauf­kon­trol­le ihrer The­ra­pie ein­zu­be­zie­hen oder in ihrer The­ra­pie­treue zu stär­ken. Ein Bei­spiel dafür ist ein Pati­en­ten­ta­ge­buch zur Ver­laufs­kon­trol­le und Unter­stüt­zung der sach­ge­mä­ßen Anwen­dung eines Trans­der­ma­len Pflas­ters bei Alzheimer-Patienten.

Die „Blaue Hand“ ist ange­lehnt an die „Rote Hand“, mit der Arz­nei­mit­tel­her­stel­ler schon seit vie­len Jah­ren sicher­heits­re­le­van­te und mit den Behör­den abge­stimm­te Infor­ma­tio­nen zu ihren Arz­nei­mit­teln kenn­zeich­nen, die sie an Ärz­te und Apo­the­ker schi­cken. Die­se Kenn­zeich­nung hat sich bewährt. Wie die „Rote Hand“ wird auch die „Blaue Hand“ aller­dings nur natio­nal genutzt; ande­re EU-Län­der gehen hier ande­re Wege.

Die Kenn­zeich­nung „Blaue Hand“ sehen Sie unter:
www.vfa.de/abbildung-pm-161201.jpg

Einen Fly­er und wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Schu­lungs­ma­te­ria­li­en fin­den Sie auf den neu gestal­te­ten Inter­net­sei­ten von BfArM und PEI unter:
www.bfarm.de/schulungsmaterial
www.pei.de/schulungsmaterial

https://stage.progenerika.de/app/uploads/2020/09/pg-005‑2016.pdf